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Eselei

Unterwegs aus Italien in die Schweiz. An der Grenze am Splügenpass wird ein Ehepaar angehalten. Keine Italiener, die ihr Geld in die Schweiz schmuggeln, sondern ein biederes deutsches Ehepaar. Was haben sie zum Verzollen? Nichts, heisst die Antwort. Doch dann geschieht es: ein “Iaaah” verrät die Reisenden. Die Zöllner runzeln die Stirne und wollen den Kofferraum genauer anschauen. Und was finden sie dort? Einen Esel! Warum haben sie dies getan? Die Ausreden sind lächerlich: man wollte dem Tier die 10-stündige Reise in einem Anhänger ersparen, die Papiere seien so schwierig zu besorgen usw. (vgl. Corriere del Ticino, 28. September 2012, S. 10) Die Rechtfertigungen wurden nicht akzeptiert. Das Tier wurde beschlagnahmt, eine hohe Busse wurde ausgesprochen. Eigenartig: warum darf ein Esel nicht im Kofferraum reisen, wenn doch so viele Esel am Steuer sitzen?